Aktuelles

Erneuter Appell von Oberbürgermeister Klaus Heininger


Liebe Eislingerinnen und Eislinger,
 
unser gesellschaftliches Leben wird gerade auf eine sehr harte Probe gestellt. Unser so gewohntes miteinander im Berufsleben, im Alltag und der Freizeit ist derzeit stark beeinträchtigt. Diese teilweisen tiefen Einschnitte mit Kontaktverboten und Abstandsregelungen zu anderen Menschen findet niemand gut. Jedem fällt es schwer mit derartigen Freiheitsbeschränkungen um zu gehen. Aber wie dringend notwendig jetzt die Maßnahmen sind, sehen wir an dem sprunghaften Anstieg der Infektionen im Landkreis und der steigenden Zahl an Todesfällen in Europa.

Ich hoffe, dass es in Eislingen nun niemanden mehr gibt, der das Versammlungsverbot, die Abstandsregeln und alle weiteren Maßnahmen ignoriert. Aus Solidarität zu den Schwächeren in unserer Gemeinschaft müssen wir die vorgegebenen Regelungen unbedingt einhalten. Sonst drohen uns auch hier Zustände wie in den italienischen Katastrophengebieten. Wir haben es alle selbst in der Hand! Alle, aber auch wirklich jeder muss mitmachen. Ich bitte sie von ganzem Herzen darum!
 
Bis unsere Maßnahmen greifen werden, wird sich die Lage in unseren Krankenhäuser weiter verschärfen, weil die Infektionszahlen noch weiter steigen. Zeit gewinnen ist jetzt für unser Gesundheitssystem  - besonders für das Ärzte - und Pflegepersonal  in den Krankenhäusern  - das Wichtigste, damit sie rasch weitere Kapazitäten schaffen können. Die Krise wird uns voraussichtlich nicht nur wochenlang sondern monatelang beschäftigen. Bitter ist es vor allem auch für Betriebe, Unternehmen, Gaststätten, Einzelhändler und Selbstständige. Um Betroffenen schnell und wirksam zu helfen, hat das Bundesfinanzministerium bereits milliardenschwere Hilfskredite und steuerliche Erleichterungen angekündigt. Der baden-württembergische Landtag hat im Eilverfahren die Weichen für Soforthilfen und Hilfsprogramme gestellt. Die Gelder sollen zügig fließen, damit die Unternehmen über die nächsten Wochen kommen. Aber auch Arbeitnehmer, die plötzlich mit Kurzarbeit konfrontiert werden, können jetzt mit beängstigender Schnelle in eine Situation kommen, mit der niemand gerechnet hat. Ich weiß, dass es viele Eislingerinnen und Eislinger schwer treffen wird, wenn plötzlich Einnahmen wegbrechen und das Loch in der Haushalts- und Familienkasse zu stopfen ist. Wenn es uns gelingt, gemeinsam und mit gegenseitiger Solidarität durch diese schwere Zeit zu kommen, wird es auch Lösungen und weitere Hilfsangebote geben, da bin ich mir sicher. Was wir jetzt am dringendsten benötigen ist vor allem ein Zusammenhalt in unserer Stadt.
 
Unser aller Aufgabe ist es jetzt, die Ausbreitung des Virus deutlich zu verlangsamen. Jede und jeder Einzelne von uns kann dazu seinen Beitrag leisten.
 
Unser Augenmerk gilt besonders den Risikogruppen. Das sind vor allem die ältere Bevölkerung und Menschen mit Vorerkrankungen. Sie müssen wir durch unser konsequentes und solidarisches Verhalten schützen. Deshalb ist es so von Bedeutung, dass wir uns alle strikt an die Maßnahmen und Regeln halten.  
 
Auf das Herzlichste bedanken möchte ich mich in diesen herausfordernden Zeiten an dieser Stelle bei
  • allen Hausärzten, Fachärzten, Arzthelferinnen und dem Klinikpersonal der Alb Fils Kliniken
  • allen Pflegekräften in den Seniorenheimen, in den Sozialstationen und bei den Pflegediensten
  • allen Mitarbeitern in den Lebensmittelgeschäften
  • den Mitarbeitern der Müllabfuhr
  • den Rettungssanitätern und den Mitarbeiterin beim DRK und beim THW
  • allen Mitbürgern, die hilfsbedürftigen und älteren Menschen unter die Arme greifen.
  • und den Organisationen, die für Alleinstehende oder ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger einen Lieferdienst bzw. Botengänge für Lebensmittel und Medikamente anbieten.
Mit kommt es vor, wie in einer anderen Welt, auch wenn diese Situation erst wenige Wochen alt ist. Wenn es Ihnen auch so geht und Sie Fragen haben, nutzen Sie bitte die HOTLINE (LINK) ins Rathaus, die wir für Sie eingerichtet haben. Täglich von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr stehen Ihnen unter der Telefonnummer: 07161/804-444 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Bitte nutzen Sie das Angebot auch, wenn Sie Hilfe und Unterstützung brauchen. Im Rathaus haben wir dafür eine Anlaufstelle eingerichtet KONTAKT:
Frau Christina Szalontay
Telefon: 07161/804-236
E-Mail: c.szalontay@eislingen.de

Wenn Sie nicht zur Risikogruppe gehören, Zeit haben und Mitbürgern in Ihrer Nähe helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Unterstützung und Ihren Anruf unter diesen  Telefonnummern.

Meine letzte Bitte am Schluss:
Folgen Sie keinen Fake-News, fragen Sie im Zweifelsfall nach den Quellen und informieren Sie sich nur über seriöse Medien. Umfassende Informationen können Sie auch auf unserer Homepage unter dem Menüpunkt Aktuelles zum Coronavirus (LINK) abrufen. Sie können sich aber darauf verlassen, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit aller Kraft dafür einsetzen, um die fortschreitende Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Bleiben sie gesund – das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Ihr
Unterschrift Oberbürgermeister Klaus Heininger
Klaus Heininger
Oberbürgermeister

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